Bento

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Eine japanische Kulturgeschichte – die Bento-Box

Kaum jemand würde bei dem Anblick der kunterbunten und hochmodernen Bento-Boxen denken, dass ihre kulturellen Ursprünge sehr weit zurückliegen. Bereits seit dem fünften Jahrhundert transportieren Menschen in Japan ihre Mahlzeiten in Behältnissen mit Trennwänden. Erste Prototypen wurden noch aus Bambus gefertigt, welchem eine antiseptische Wirkung nachgesagt wurde, später aus lackiertem Holz und Anfang des 20. Jahrhunderts aus Aluminium.

Aber warum Bento?

Den Namen haben die Boxen der vorherrschenden Esskultur Japans zu verdanken. Bento bezeichnet die traditionelle Darreichungsform von Speisen, die anders als in der westlichen Welt, in getrennten Schalen serviert werden. Praktisch jede Mahlzeit wird in Japan als Bento angeboten, sei es der Hamburger-Bento oder der Spaghetti-Bento. Und dank der Bento-Boxen können auch die hauseigenen Speisen ohne unschönes Vermischen transportiert werden. Moderne Varianten bestehen aus Holz, Aluminium oder Kunststoff, haben mehrere Fächer und sind zuweilen mehrstöckig – je nach Anzahl der Personen. Aus dem heutigen Alltag in Japan sind Bento-Boxen nicht mehr wegzudenken. Berufstätige und Schulkinder – alle benutzen sie. Mittlerweile ist durch das praktische Behältnis ein richtiger Essenstrend entstanden und das nicht nur in Japan. In zahlreichen Blogs tauschen sich Bento-Fans aus der ganzen Welt über Tipps und Techniken aus, um die kultige Lunchbox kreativ zu befüllen. Ganz getreu dem Motto „Das Auge isst mit“ entstehen kleine Kunstwerke, die die Vorfreude auf die Mittagspause oder den Snack zwischendurch stärken.

Bento at Hanabishi, Koyasan.

Bento at Hanabishi, Koyasan. (Photo credit: Wikipedia)Essbare Kunst: Wie man eine Bento-Box richtig packt

Essbare Kunst: Wie man eine Bento-Box richtig packt

Bento-Boxen sind nicht nur von außen schön anzuschauen. Auch ihr „Innenleben“ ist in der Regel sehr attraktiv, zum anbeißen und lebt von kreativen Ideen. Jeder kann seine Bento-Box kunstvoll befüllen – beachten sollte er dabei folgende Regeln:

  1. Die Nahrung muss leicht zu essen sein, d.h. sie sollte sowohl mit Stäbchen als auch mit Fingern gegessen werden können. Je natürlicher die Speisen sind, umso besser.
  2. Portionen sollten klein und mundgerecht sein, damit man später platzsparend die Boxen befüllen kann.
  3. Möglichst viele Farben sollten in der Bento-Box auftauchen, daher sind Obst und Gemüse wichtige Bestandteile.
  4. Die Anordnung der Häppchen erfolgt nach Form und Farbe: Runde und eckige Bestandteile passen genau wie komplementäre Farbverläufe (grün und rot, blau und orange, violett und gelb) am besten zusammen.

Beachtet man diese Grundregeln, sind der Kreativität keine Grenzen mehr gesetzt: Gurken können zu Sternen geschnitzt oder Reis mithilfe von Formen zu Hello-Kittys oder lustigen Tierköpfen geformt werden. Auch Muffin-Papierförmchen, Plätzchenausstecher oder Eierformer sind beliebte Hilfsmittel, um den Häppchen ein besonderes Aussehen zu verleihen.

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A typical $10 (1000 Yen) Bento, bought from a ...

A typical $10 (1000Yen) Bento, bought from a bento store in Tokyo Terminal. This image wastaken in October of 2004 in Tokyo. (Photo credit: Wikipedia) 

Sumida-gawa Bento

Sumida-gawa Bento (Photo credit: Wikipedia)

Bento Supplies!

Bento Supplies! (Photo credit: oendr)

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